Tagestour durch Herzegowina

Ottomanen-Stadt in Herzegowina

Das Land Bosnien-Herzegowina besteht aus den beiden Regionen Bosnien (80% der Fläche) und Herzegowina. Wir haben unseren Aufenthalt in Mostar für einen Tagesausflug durch Herzegowina genutzt. Das Hostel Mirror bietet für 25 € pro Person eine solche Tour an. Ähnliche Angebote findet man auch im Touristenbüro.

Die Flussquelle von Blagaj

Unser erster Stopp ist die Flussquelle Buna in Blagaj, sie ist eine der größten und stärksten Europas. Von Mostar aus erreichen wir Blagaj nach weniger als 30 Autominuten. Das Wasser sprudelt kraftvoll unterhalb der steilen Felswand hervor. Die Strömung ist gigantisch. In den Bergen des Landes hat der Schnee begonnen zu tauen. Später im Jahr wird der Fluss schmaler sein und am Ufer können die Restaurants ihre Stühle auf die im Moment noch überfluteten Terrassen stellen. Die unberührte Natur Herzegowinas genießen wir in vollen Zügen. Die Bäume und Büsche strahlen in allen erdenklichen Grüntönen.

Pocitelj und seine Festung

Unser nächster Stopp ist der Ort Pocitelj mit seiner Burg und Festung aus dem Jahr 1444. Es ist kaum vorstellbar, wie genial man schon vor fast 700 Jahren gebaut hat. Die Wege und Gebäude sind mit großen Steinen an den Berghang gebaut. Oben trohnt die Festung. Vieles ist noch gut erhalten. Unter uns erstreckt sich das grüne Herzegowina. Wir lassen den Blick über grüne Felder und karge Berge streifen. Hatten wir erwähnt, dass Bosnien-Herzegowina zu 60% mit Wald bedeckt ist? Dieses Land begeistert mit seiner tollen Landschaft und der dünnen Besiedelung.

Die Wasserfälle von Kravica

An diesem recht heißen Tag tut uns die letzte Station ganz gut. Nur ein paar Kilometer von der kroatischen Grenze entfernt liegen die Kravica Wasserfälle. Dieser Ort ist im Sommer ganz beliebt zum Baden und Picknicken. Warum? Ganz einfach – hier ist man mitten in der Natur. Die Wasserfälle stürzen ohne Rücksicht auf die umliegenden Bäume in die Tiefe. Wie auch immer sich die Bäume in der Strömung noch halten können… Wenn der Wasserstand etwas niedriger ist, kann man auch hier auf den Terrassen der Cafés sitzen. Heute ist Landunter angesagt.

Nach fünf Stunden durch die Natur von Herzegowina und vielen neuen Eindrücken kehren wir erschöpft ist Hostel* zurück. Die Tour hat sich aber – auch für 25 € pro Person – alle Mal gelohnt. Nachmachen dringend empfohlen!
Außerdem haben wir durch die Erzählungen unseres Fahrers einen ganz anderen Blick auf das Leben hier während des Kriegs bekommen. Er hat sehr offen und emotional seine Erlebnisse und die seiner Familie geschildert. Sein Sohn hat die ersten vier Jahres seines Lebens kein Tageslicht gesehen. Er selbst ist mit drei Schusswunden aus dem Krieg zurückgekehrt. Nachdenklich und emotional sehr angefasst verabschieden wir uns nachmittags von ihm.


Restaurants in Mostar
In den schmalen Gassen nahe der Brücke gibt es viele Restaurants. Das Angebot und die Preise sind sehr ähnlich. Häufig wird Cevapi im Brot angeboten. Erwähnenswert ist das Café der gemeinnützigen Organisation OKC Abrašević. Hier genießen wir den Espresso abseits der Touristenwege.


Unterkunft
Wir haben im Hostel Mirror* ca. 10 Gehminuten von der Brücke entfernt gewohnt. Die Unterkunft ist sehr familiär und die Gastgeberin freut sich über jeden Gast und jeden small talk. Zum Frühstück gibt es täglich etwas anderes, immer frisch zubereitet. Eine Nacht im Doppelzimmer mit geteiltem Bad kostet ca. 18€/Nacht.


Reisevorbereitung & unterwegs vor Ort
Zur Vorbereitung auf unsere Reise und als ständiger Reisebegleiter hat sich der Lonely Planet Eastern Europe auf englisch bewährt. Der Reiseführer ist ideal für einen schnellen Überblick über den Balkan, Bahn- und Bus-Verbindungen von A nach B und für Sightseeing-Tipps.
Hier gibt es den Lonely Planet*


Keine Lust zum Lesen?

Das Video zur Reise seht ihr hier:


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