Wanderparadies El Chaltén

Die Wander-Hochburg Argentinies. Hier gibt es keine Tankstelle, keine Bank, nur ein paar Straßenlaternen, 1.500 Einwohner, kaum Internetsignale, einen Dieselgenerator zur Stromerzeugung. Aber Wanderer, denen 8 Tage hintereinander wandern, mit Rast auf einem „Campingplatz“ mit lediglich einem Plumpsklo, nichts ausmacht. Und wir sind stolz auf unsere 25km-Wanderung am 1. Tag und 19km am 3. Tag! In der Pampa Patagoniens mit Blick auf rar bewachsene Hügel, Gletscher, Berge, Lagunen, phantastische Wolkenbilder und Flussläufe. Ein traumhafte Landschaft.

Mehr als wandern kann man hier wirklich nicht. Das dafür aber, sehr gut. Die Wege gehen über Stock und Stein, über Wurzeln und Bäche, durch Wald und argentinische Heide. El Chaltén ist umgeben von Bergen, sodass eigentlich immer Wind ist. Wobei Wind eigentlich nicht das richtige Wort ist. Eher Orkan. Extrem-Orkan. Über Tage. Da hätten in Deutschland schon so einige DB-Oberleitungen ihren Geist aufgegeben… Hier wackeln die Strommasten zwar bedenklich, aber sie stehen noch. Wandern bei diesem extremen Wetter mit Sonne, Regen, Schnee, Wind, Sturm, Orkan schlaucht. Wir freuen uns auf etwas mehr Sommer in Bariloche. Per Bus geht es 25 Stunden nordwärts ins Seengebiet Patagoniens. Unser letzter Stop in Argentinien.
Vorerst. Wir kommen wieder. Mindestens, um Stopps in Salta, Cordoba und Mendoza nachzuholen.

Die Wirtschaft in Argentinien mag am Boden sein. Ja, aber das Land ist gut drauf. Die Straßen und Autos sind vernünftig. In den Supermärkten werden der Umwelt zuliebe keine Tüten rausgegeben. Die Menschen sind freundlich, froh und hilfsbereit (ganz anders die rücksichtslosen, lauten, arroganten Brasilianer… die noch nachts um 3 Uhr das ganze Hostel wach halten). Überall wird englisch gesprochen (sogar in El Chaltén). Seit wir die USA Mitte August verlassen haben, eine ganz neue Erfahrung 😉

Hostel Condor de los Andes, El Chaltén

Ein Kommentar zu “Wanderparadies El Chaltén

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