Auf Dinosaurierspuren im Ischigualasto Nationalpark

Etwa zwei Autostunden von La Rioja entfernt liegt der Ischigualasto Nationalpark. Schon die Anreise hat seine Faszination. Die schmale Straße führt bergauf und bergab am Rande des Nationalparks vorbei an dunklen, spitzen Felsen. Im Tal zieht sich ein breites Flusstal. Hier waren sie also unterwegs, die Dinosaurier. Wahrscheinlich haben sie die steilen Hänge des Canyons locker überquert. Damals. In einer Zeit vor unserer Zeit.



Der Park lässt sich nur mit einem Guide besichtigen. Die Tour (450 Pesos pro Person; April 2019) startet stündlich und ist eine Art Autokorso durch den Ischigualasto Nationalpark. Im ersten Auto steigt der Parkmitarbeiter mit ein, dann geht es los. Anhalten und aussteigen ist an den definierten Besichtigungsstopps möglich. 


Atemlos auf Dinosaurier-Spuren

Beeindruckende Natur breitet sich um uns herum aus als wir langsam über die roten Pisten fahren. Felsformationen in verschiedenen Formen und Strukturen erstrecken sich bis zum Horizont.
Graue Felsen, rote Felsen. Sandstein-Formationen. Ausgewaschene Steine. Eine Vielfalt, kaum in Worten zu beschreiben.
Der Kopf arbeitet auf Hochtouren, um diese Eindrücke zu verarbeiten. Man wünscht sich eine Zeitmaschine, um auch nur ansatzweise verstehen zu können, wie diese Landschaft hier im Laufe von Millionen von Jahren entstanden ist.



Ein paar karge Büsche wehen im Wind. Sonst sind hier kaum Lebewesen zu entdecken. Die Weiten des Nationalparks bestechen durch Steine, Felsen, Berge und Mineralien in allen erdenklichen Formen, Farben und Strukturen. Es gibt spitze Kanten und sanfte Kanten. Steile Abhänge und flache Ebenen. Einfach alles. Schieferfarbene Berge wechseln sich ab mit leuchtend roten Klippen. Vom Wind kreativ geformte Felsen sind vor nicht weniger als 235 Millionen Jahren entstanden. 



El Submarino

Der Name ist Programm bei El Submarino. Diese kreativen Formen sind durch Erosion vor mehr als 235 Millionen Jahren entstanden. Wind und Wetter haben den Stein abgetragen und lediglich ein Turm in Form eines U-Boots ist stehengeblieben. Hoffentlich vergehen noch sehr viele Jahre, bevor die Spitze ganz oben der Erdanziehungskraft Tribut zollen muss.



El Hongo

Und auch El Hongo verdankt seinen Namen seiner Form. Dieser Felsen hat sich zu einem Pilz gewandelt. Die Tour stoppt immer wieder an Aussichtspunkten. Dann ist es erlaubt, das Fahrzeug zu verlassen, Fotos zu machen und die beeindruckende Landschaft zu bestaunen.



Den Abschluss der rund dreistündigen Tour mit insgesamt fünf Stopps macht ein Dinosaurier-Museum. Die Faszination dieser Gegend und das Dinosaurier-Erbe werden anschaulich – teilweise leider nur auf spanisch – erklärt. Das Highlight ist ein im Jahr 2000 entdecktes und freigelegtes Dinosaurier-Skelett. Beeindruckend. Und nun lassen wir die Bilder sprechen und es wird klar, warum der Park manchmal auch „Valle de la Luna – Tal des Mondes“ genannt wird.



Was bleibt?

Der Ischigualasto Nationalpark ist seinen Besuch in allen Maßen wert. Diese kreative, bunte Landschaft gepaart mit Dinosaurier-Geschichten fasziniert uns noch jetzt beim Anschauen der Bilder.


Alles zu unserem Roadtrip von Mendoza nach Salta im April 2019 findest du hier.


Unterkunft

Der Nationalpark Ischigualasto lässt sich von La Rioja oder von Villa Union aus gut als Tagesausflug besuchen. Wir haben in La Rioja in einem Apartment gewohnt, welches nicht wirklich zu empfehlen ist. Auf Booking.com* gibt es aber andere Unterkünfte in der Stadt.

Wer von Villa Union bzw. Banda Florida aus startet, hat weniger Unterkünfte zur Auswahl. Im Chakana Hospedaje Rural* wohnt man ruhig am Ortsrand. Der gemütliche Garten und der schön gestaltete Aufenthaltsraum laden zum Entspannen ein.


Restaurants

Tja… die Restaurantauswahl in Banda Florida bzw. Villa Union ist spärlich. Hier muss man sich danach richten, welche Läden überhaupt geöffnet haben.
In La Rioja isst man lecker und in Gesellschaft vieler Einheimischer im El Marquez.


Reiseplanung & unterwegs vor Ort

Reiseführer:
Zur Vorbereitung auf unsere Reise und als ständiger Reisebegleiter hat sich das englischsprachige Buch Lonely Planet Argentina bewährt. Der Reiseführer liefert für einen schnellen Überblick über das Land, Informationen zu den verschiedenen Städten, Sightseeing-Tipps und vieles mehr.
In unmittelbarer Nähe des Ischigualasto liegt noch der Nationalpark Talampaya. Wir haben uns hier gegen einen Besuch entschieden, da uns die Tourpreise ziemlich hoch erschienen.
Es ist hilfreich, sich über die Tour-Zeiten im Ischigualasto vorab zu informieren, damit man nicht umsonst dort hinfährt.


Straßenverhältnisse:
Die Straßen in Nordargentinien sind sehr gut ausgebaut. Es sind wenig Autos unterwegs und die Straßen sind in einem guten Zustand. Die noch nicht asphaltierten Abschnitte werden Schritt für Schritt asphaltiert. Um auch diese Straßen komfortabel zu bewältigen, ist ein Auto mit Allradantrieb hilfreich.
Die Region um Cachi ist nur mit Allradantrieb zu erreichen. Hier sollte man sich vor Anreise außerdem über die Straßenverhältnisse informieren, die nach langen Regenperioden nicht passierbar sein können.


Mietwagen:
Nur mit einem Mietwagen lässt sich die Gegend rund um den Nationalpark Ischigualasto erkunden. Die Mietwagen-Agenturen Billiger-Mietwagen.de* und Rentalcars* nutzen wir, um Angebote und Preise zu vergleichen. Für weitere Tipps und Tricks bei der Mietwagenbuchung schaut doch gerne mal hier vorbei.


Lokale SIM-Karte:
Wir haben uns für einen Zeitraum von 20 Tagen eine lokale SIM-Karte in Argentinien gekauft. Die Karte vom Anbieter Claro kostet einmalig zehn Pesos. Für ein Datenvolumen von 3 Gigabyte zahlt man zusätzlich 210 Pesos. Das Gutgaben kann am Automaten in jedem Laden aufgeladen werden. Beim Kauf der SIM-Karte den Reisepass nicht vergessen.


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