Sarajevo – das Jerusalem des Balkans

Auf dem Weg nach Sarajevo führt uns unsere Autotour dank Google in einen Feldweg, der im Wald endet. Sackgasse. Nun gut, also 30 min zurück und die „große“ Straße nehmen.

Die Straßen hier sind eher schlecht ausgebaute, kleine Landstraßen, aber die wunderschöne Landschaft entschädigt ungemein. Immer wieder sieht man, wie kurz der Bosnien-Krieg erst her ist. Vor 17 Jahren flogen hier noch Granaten durch die Luft und töteten unzählige Menschen. Rote Markierungen auf Häusern und Straßen gedenken an die Getöteten.

Weltgeschichte
Sarajevo ist ganz große Weltgeschichte. Hier wurde der österreichische Thronnachfolger Prinz Ferdinand 1914 ermordet und damit der erste Weltkrieg ausgelöst! Die Stadt an sich ist mehr als beeindruckend! Nicht nur, dass hier sämtliche Weltreligionen friedlich und glücklich mit- und nebeneinander leben – weshalb die Stadt auch als „das Jerusalem des Balkans“ bezeichnet wird – sondern auch, weil die Stadt sehr hübsch ist.

Der Basar ist herrlich, neben vielen kleinen Geschäften für Touristen und Einheimische, reihen sich Cafés und kleine Restaurants aneinander. Hier kann man ewig schlendern.
Am ersten Abend waren im Dveri essen. Es gab eine traditionelle Vorspeisenplatte mit verschiedenen Käse- und Wurstsorten aus der Region – lecker!

Free-Walking-Tour
Nach einem kleinen und kurzen Frühstück im Hotel Divan ging es raus zur Herz-Jesu-Kathedrale. Es stand eine Free-Walking-Tour auf dem Programm! Und ehrlich gesagt hatten wir den besten Tourguide ever. Superlative sind nicht so unser Ding, aber der Typ war einfach der Hammer. Authentisch, emotional und zugleich witzig, hat er die teilweise grauenvolle Geschichte dieser herrlichen Stadt erzählt! Spätestens jetzt hat uns Sarajevo und das ganze Land Bosnien-Herzegovina in seinen Bann gezogen.
Nach gut zweieinhalb Stunden gab es als Stärkung die typischen Cevipi – Würstchen in einer Art Fladenbrot. Auch wenn die sehr, sehr lecker sind – eine kleine Portion reicht meistens.

Olympia 1984
Sarajevo war 1984 Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Die damalige Bobbahn ist noch als ‚Lost Places‘ erhalten. Geschmückt mit sehr guter street art. Man kann direkt aus der Stadt hoch zur Bobbahn wandern und in der Bahn wieder zurückfahren. Das Ganze dauert wohl ungefähr zwei bis drei Stunden. Aus Zeitmangel sind wir mit dem Auto hochgefahren und nur ein kleines Stück in der Bahn gelaufen. Dennoch cool.

Unsere Tour geht weiter in Richtung Mostar – wieder vorbei an abwechslungsreicher, toller Landschaft!

Unterkunft:
Hotel Divan, Sarajevo

Restaurants:
Dveri

9 Kommentare zu “Sarajevo – das Jerusalem des Balkans

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