Tirana – Stadt der 1.000 Cafés

Gelbe und orangefarbene Häuser

Nun sind wir also los gefahren. 1.007 Tage nach der Rückkehr von unserer ersten Weltreise geht es wieder los. Von Hamburg in den Osten – go east – genauer in den Balkan und den Frühling – hoffentlich! Lange haben wir drauf hin gearbeitet, dass wieder losziehen zu können und jetzt ist es endlich soweit!
Unser erster Stopp ist Albanien mit seiner Hauptstadt Tirana.

Deutsche Autos und italienische bella figura

Tirana schläft nie, sagt man. Dazu gehört natürlich, dass man mit hochpolierten Autos unterwegs ist. Interessanter Weise fährt man fast nur mit deutschen Fabrikaten durch die verstopften Straßen. Die Modelle sind zwar nicht gerade die Neuesten, aber blank geputzt und teilweise auch mit lauten Motoren.
So einfach und klein die Wohnungen der albanischen Hauptstadt auch sein mögen, man putzt sich heraus, wenn man auf die Straße geht. Eine Mischung aus italienischem Schick und Balkan-Proll macht die Stadt interessant.

Cafés soweit das Auge reicht

Noch viel wichtiger ist allerdings die tolle Cafékultur. Die Auswahl ist fast unendlich. In jeder kleinen Eckbar bekommt man Espresso aus einer echten Siebdruckmaschine. Die Preise variieren zwischen 45 Cent und 70 Cent. Da kann man sich das ein oder andere Heißgetränk gönnen. Bei Temperaturen unter 10°C freuen wir uns auf jede warme Pause ganz besonders. Eigentlich hatten wir uns auf den osteuropäischen Frühling eingestellt und unsere Sonnenbrillen eingepackt. Stattdessen sind wir im Zwiebel-Look mit drei bis vier Klamotten-Schichten unterwegs.
So sitzen wir also mehrmals täglich im Warmen bei unserem Kaffee während die Einheimischen auf den Stühlen im Freien sitzen.
Warum draußen? Ganz einfach, da darf man rauchen. Und die Albaner rauchen wie die Schlote. Gefühlt verbringen sie die Hälfte des Tages damit, vor den Cafés auf der Terrasse zu sitzen, zu klönen, Espresso zu trinken und zu rauchen. La dolce vita. Hier ticken die Uhren sympathisch langsamer. So können auch wir uns langsam an das neue Reise-Leben gewöhnen.

Döner, Pita & Byrek

Und was isst man eigentlich in Tirana, wenn man nicht gerade Espresso trinkt? Vielerorts kann man fast food bekommen. Von Pommes über Burger bis hinzu Döner ist fast alles im Angebot. Die mit Salat, Pommes und Fleisch gefüllten Pita (1,20€), die wir bei Fast Food Albania gleich zwei Mal bestellt haben, sind sehr zu empfehlen. Endgültig angetan waren wir allerdings von Byrek. Die Blätterteigtaschen werden vorzugsweise mit Schafskäse gefüllt und direkt frisch aus dem Ofen und dampfend heiß verkauft. Für umgerechnet 23 Cent haben wir uns für das Abendessen und das Frühstück am nächsten Tag eingedeckt. Die Teile lassen sich auch sehr gut kalt genießen 😉
Wer es etwas italienischer mag, ist im Golosa bei Pizza und Pasta gut aufgehoben. Und für die Selbstversorger unter uns empfiehlt sich der Wochenmarkt Markata e Peshkut. Hier gibt es, neben den bekannten Oliven aus Berat, alles, was das Herz begehrt. Sogar Tabak und Zigaretten.

Nicht zu vergessen ist natürlich unser Fußball-Länderpunkt Albanien. Bei gefühlten 0°C, vier Klamotten-Schichten und Dauerregen haben wir das U21-Länderspiel von Albanien gegen die Slowakei gesehen. Ein mittelmäßiger Kick, aber Länderpunkt ist Länderpunkt.

Unsere Reise geht nun weiter in Richtung Norden, in den Kosovo. Das Land, welches man aus Schulzeiten eher mit Kriegsgebiet in Verbindung gebracht hat.
Wir sind gespannt.


Unterkunft
Wir haben sehr zentral für 20€/Nacht bei Rooms Dionis* übernachtet. Die Zimmer sind geräumig und sauber. Dionis ist ein toller Gastgeber. Er stand uns stets mit Rat und Tat zur Seite und hat uns am ersten Abend sogar noch eine Wasserflasche aus seinem Kühlschrank geschenkt als wir nach einem Supermarkt gefragt haben. Die Putzfrau spricht ein paar Brocken deutsch und kennt so wichtige Wörter wie „Waschmaschine“ und Kühlschrank“ 😉


Reisevorbereitung & unterwegs vor Ort
Zur Vorbereitung auf unsere Reise und als ständiger Reisebegleiter hat sich der Lonely Planet Eastern Europe auf englisch bewährt. Der Reiseführer ist ideal für einen schnellen Überblick über Albanien, Bahn- und Bus-Verbindungen von A nach B und für Sightseeing-Tipps.


Keine Lust zum Lesen?

Das Video zur Reise seht ihr hier:


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7 Kommentare zu “Tirana – Stadt der 1.000 Cafés

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