King’s Highway, Petra & Wadi Rum – an einem Tag

Sonnenaufgang im Wadi Rum

Unsere Route von Amman über den King’s Highway nach Petra und weiter ins Wadi Rum steht so eigentlich in keinem Reiseführer. Jedenfalls nicht, wenn man diese Tour innerhalb von 13 Stunden machen möchte :-). Alleine für Petra sollte man zwei Tage einplanen… Aha. Soviel Zeit haben wir aber nicht, denn morgen wollen wir bereits in Israel sein. (Unsere detaillierten Petra-Erlebnisse lest ihr hier.)

Effiziente Zeit- & Routen-Planung

Ins Wadi Rum kommt man eigentlich nur mit einer Tour, einem Fahrer oder einem eigenen Auto. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist recht kompliziert (und führt über Aqaba). Wir haben uns bei Jordan Beauty Tours einen Fahrer gemietet (70 JOD) , der uns von Petra ins Wadi Rum bringt.

Wo läßt man bloß das Gepäck während des Petra-Besuchs?

Wer wie wir auch vor der Herausforderung steht, mit Gepäck nach Petra zu kommen und dieses dann während des Besuchs irgendwo lagern zu wollen, dem sei Jordan Beauty Tours genannt. Wenn man bei Ali eine Tour oder einen Transfer bucht und nett fragt, nimmt er die Taschen für ein paar Stunden mit in sein Büro. So sind wir gepäckfrei in Petra unterwegs gewesen und später mit Ali ins Wadi Rum gefahren.

Gepäck auf der Ladefläche

Gepäck-Aufbewahrung

Sonnenuntergang und Canyon-Weiten

Von Petra sind es etwa zwei Stunden bis zum Eingang des Nationalparks Wadi Rum. Bis hier fährt uns Ali, dann steigen wir in einen Jeep der Unterkunft um. Während der Fahrt stimmt Ali unsere Ankunftszeit mit dem zweiten Fahrer ab, sodass wir uns ganz auf den Sonnenuntergang konzentrieren können. Eigentlich wollten wir zu dieser Zeit bereits im Zeltcamp sein und dort die Sonne verabschieden. Doch auch unterwegs ist das rote Licht, welches die Sonne auf die Weiten der jordanischen Canyons wirft, wunderschön. Die staubige Luft macht die Szenerie sogar ein bisschen mystisch. Die letzten 15 Minuten geht es dann auf der umgebauten Ladefläche des Jeeps hinein in die Leere Jordaniens.

Beduinen für 12 Stunden im Wadi Rum

Für eine Nacht haben wir uns in einem Beduinen-Camp eingebucht. Am Fuße der steilen Felswände stehen etwa 15 Zelte, die auf Ihre Gäste warten. Um uns herum erstreckt sich das Nichts. Kein Mensch, kein Auto, kein Tier. Nur unser Camp, Sand und rostfarbene, steile Gesteinsformationen. Es wird langsam dunkel und der Chef ruft zum Abendessen (12 € p.P.). Als kleine Touristen-Show wird ein unterirdischer Grill ausgegraben. Hier garte in den letzten Stunden ganz traditionell Gemüse und Fleisch. Satt und müde sinken wir bei Todesstille in die großen Betten. Nicht mal einen Sternenhimmel gibt es hier – der Vollmond scheint und macht die Nacht fast zum Tage. Wir schlafen wie die Murmeltiere.

5.32 Uhr: Sonnenaufgang

Als der Wecker um 5.10 Uhr klingelt, fragen wir uns, ob es lohnt, hinauszugehen, um auf die Sonne zu warten… So richtig beeindruckend können wir uns das Schauspiel nicht vorstellen. Aber los. Eigentlich hat uns noch kein Sonnenaufgang enttäuscht. Wir klettern die Felsen hoch und suchen uns in der Kühle des Morgens ein Plätzchens. Eigentlich haben wir aber die ganze Wüste für uns alleine. Nur ein paar Spanier stören die Morgenruhe. Der Rest schläft noch friedlich im Camp.

Die Sonne kriecht Stück für Stück hinauf und die Felsen kreieren tolle Licht-und-Schatten-Formationen. Ja, der Sonnenaufgang hat gelohnt. Natürlich! Interessanter Weise sehen wir immer noch gar keine Tiere oder Tierspuren. Anders als im Oman wohnt hier (außer den Touristen) wohl wirklich niemand.

Weiter nach Israel (Grenzübergang Aqaba / Eilat)

Der kurze Stopp in der Wüste geht nach dem Frühstück zu Ende und wir nehmen ein Taxi (45 JOD) zur israelischen Grenze. Im Camp kann man darum bitten, ein Taxi zu bestellen, welches dann am Ausgang des Nationalparks wartet. Es ist mal wieder schön, festzustellen, dass die Logistik besser funktioniert, als man vielleicht denken würde. Endlich zeigt sich auch die jordanische Gastfreundschaft, die wir in Amman vergeblich gesucht haben.


Unterkunft
Wir haben das Beyond Wadi Rum Camp* für eine Nacht gebucht. Man wird am Eingang des Nationalparks abgeholt und dorthin auch wieder zurückgefahren. Die Zelte sind groß und sauber. Frühstück ist im Preis inklusive, BBQ kostet 12  pro Person. Wer sich selbst versorgt, muss sich vorher eindecken. In der Wüste gibt es nicht sehr viel… 😉


Reisevorbereitung & unterwegs vor Ort
Zur Vorbereitung auf unsere Reise und als ständiger Reisebegleiter hat sich der englischsprachige Lonely Planet Middle East bewährt. Der Reiseführer ist ideal für einen schnellen Überblick über den Nahen Osten, Transport-Verbindungen von A nach B und für Sightseeing-Tipps.
Hier gibt es den Lonely Planet*


Jordan Pass
Wer sich für mindestens drei Nächte in Jordanien aufhält, dem sei der Jordan Pass genannt. Er darf erst ab dieser Aufenthaltsdauer beantragt werden und spart dann Bares durch Rabatte bei Visa und Eintrittspreisen. So ist auch der Eintritt in den Nationalpark Wadi Rum inklusive.


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Das Video zur Reise seht ihr hier:


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3 Kommentare zu “King’s Highway, Petra & Wadi Rum – an einem Tag

  1. Pingback: Floating im toten Meer – Expedition Lieblingsorte

  2. So ungefähr haben wir das für nächstes Jahr auch geplant. Den Sonnenaufgang werde ich sofort in meine Planung einbauen 😍. Gibt es an der Grenze für den Fall, dass ganz viele Leute warten auch einen Schnellübergang wie im Norden?

    • Der Sonnenaufgang war genial. So ruhig und friedlich. Nein. An der Grenze muss man sich einreihen. Das dauert so lange, wie es eben dauert. Aber Busse kommen wohl schneller durch als Privatwagen und LKWs.

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