Wie aus einem Guss: Dubrovnik

Altstadt in Kroatien

Sven war im September 2017 bereits in Dubrovnik und hatte angekündigt, nochmals wieder zu kommen. So schnell wurde dieser Plan in die Tat umgesetzt. Per Bus ging es von Kotor in Montengro nach Dubrovnik.

Hinter der Mauer

Wie der Titel des Blogs schon verheißen mag, ist Dubrovnik wie aus einem Guss, besser gesagt, wie aus einem Stein. Die Straßen der Altstadt – umringt von der bombastischen Mauer – sind schachbrettartig angelegt. Ein klarer Vorteil für unsere Freunde, die Touristengruppen: verlaufen kann man sich in Dubrovnik eigentlich nur, wenn man die kleinen Treppen hochsteigt. Aber dort gelangt kaum jemand außer uns hin 😉
Wir können uns an den symmetrisch angelegten Kalksteingassen und -mauern kaum satt sehen. In der Altstadt fahren keine Autos und die Stadt leuchtet in weißem Stein soweit das Auge reicht.

Von den Hauptfußgängerzonen zweigen im 90°-Winkel Seitengassen ab, die fast nur aus Treppen bestehen. So wird auch dieser Stopp ein Sportlicher. Die Anwohner haben hier vor ihren Haustüren Blumentöpfe stehen. Die Wäsche hängt an der Leine über unseren Köpfen.

Abends leuchten die hübschen Straßenlampen und geben der Stadt die Ruhe, die sie tagsüber nicht findet.

Auf der Mauer

Umringt wird Dubrovnik, wie gesagt, von seiner gigantischen Festungsmauer. Der Eintritt von umgerechnet 18 € ist recht happig. Ja, vieles in Dubrovnik ist teuer, sodass wir unseren Aufenthalt auf zwei Nächte beschränken. Aber zurück zur Mauer. Wir sind pünktlich morgens um 10.00 Uhr oben und haben die Aussicht auf das Meer und die enge Altstadt noch fast für uns allein. Der Weg hier oben auf der Mauer ist teilweise nur knapp zwei Meter breit. An anderen Stellen beeindrucken die gigantischen Steine und überdimensionalen Türme. Wie unsicher man sich wohl gefühlt haben muss, um derartige Festung zu bauen ?! 🙂
Markant sind die verschiedenen Dachziegel-Farben. Dubrovnik wurde im Krieg in den 1990-Jahren zu großen Teilen zerstört. Die roten Ziegel sind neu, die matt-roten Dächer sind nicht zerstört worden.

Wenn man sich, wie wir, Zeit nimmt, braucht man knapp zwei Stunden, um einmal auf der Mauer um die ganze Stadt zu laufen. Und das ist auch das Besondere an dieser Mauer: Sie ist komplett erhalten und führt einmal um die gesamte Stadt.

Vor der Mauer von Dubrovnik

Am meisten beeindruckt uns allerdings der Blick auf die Mauer von außen; also von außerhalb der Altstadt. Hier wirkt sie fast angsteinflößend und man braucht eigentlich gar keine Sorge vor Angreifern zu haben. Besonders die runden Türme sind mächtig und groß. Wahnsinn, was Menschenhand hier bereits im 8. Jahrhundert geschaffen hat. Seit 1979 ist die Stadtmauer im Übrigen auch UNESCO-Weltkulturerbe – zu Recht 🙂

Kroatiens beeindruckende Sauberkeit

Plastikmüll im WasserDas Thema Plastikmüll haben wir in den letzten Wochen ja mehrfach angesprochen und erwähnt. Leider ist speziell Albanien sehr schmutzig. In der Flussbetten im Landesinneren haben wir bergeweise Plastik gesehen. Teilweise wurden die Plastiktüten bei Hochwasser von den Feldern und Gärten mit geschwemmt und hingen dann in den Bäumen am Ufer.
Nun ist wirklich sehr positiv zu erwähnen, dass Kroatien total sauber ist. Wir haben auf der Busfahrt von Kotor nach Dubrovnik kilometerlang keinen Müll gesehen. Nicht mal auf den Baustellen oder im Hafen! Wirklich sehr lobenswert und beeindruckend. Vielleicht ist es hier sauberer als in unserer Wohnstraße in Hamburg… Nur ein einziges Mal haben wir im Wasser an der Stadtmauer in Dubrovnik Müll gesehen!


Unterkunft
Wir haben in der schönsten Unterkunft der bisherigen Reise gewohnt, im Rooms Lavanda & Ruzmarin*.

Rooms Lavanda & RuzmarinDas Doppelzimmer mit eigenem Bett ist in einem Privathaus (wie viele Unterkünfte hier) und etwas oberhalb der Altstadt gelegen. Der Blick aus dem Fenster geht vorbei an Orangenbäumen auf Stadtmauer und Adria. Das Zimmer ist sehr gemütlich eingerichtet und ein toller Rückzugsort.


Per Bus von Kotor (Montenegro) nach Dubrovnik (Kroatien)
Die Bustour von Kotor nach Dubrovnik dauert ca. zwei Stunden und kostet umgerechnet 18 €. Nach etwa einer Stunde überqueren wir die Grenze nach Kroatien – und in die EU. Die Veränderung von Nicht-EU zu EU ist nicht zu übersehen. Am Grenzübergang gibt es Ampeln, der Busfahrer halt sich angeschnallt und wird fast etwas nervös als unser Bus zur Kontrolle vorfährt. Jeder Passagier muss einzeln aussteigen und den Pass beim Grenzbeamten vorlegen. Der Busfahrer achtet akribisch darauf, dass nur eine Person zurzeit aussteigt. Dann ist das Gepäck dran. Wir tragen es in einen Raum und werden nach Alkohol, Medikamenten und Zigaretten gefragt.
Tipp am Rande: Holt pseudomäßig ein paar Tabletten aus dem Handgepäck, dann wird vom Hauptgepäck abgelassen.
Vom Busbahnhof in Dubrovnik sind es noch ca. 3 km bis in die Altstadt. Mit den Bussen der Linien 1A und 1B kann man schnell und günstig (30 HRK / 4 €) direkt bis vor das Stadttor fahren. Die Busse fahren außerhalb des Busbahnhofs ab. Am Ticketschalter bekommt man diese Information ansonsten auch ziemlich schnell.


Reisevorbereitung & unterwegs vor Ort
Zur Vorbereitung auf unsere Reise und als ständiger Reisebegleiter hat sich der Lonely Planet Eastern Europe auf englisch bewährt. Der Reiseführer ist ideal für einen schnellen Überblick über Montenegro und Kroatien, Bus-Verbindungen von A nach B und für Sightseeing-Tipps.
Hier gibt es den Lonely Planet*


Keine Lust zum Lesen?

Das Video zur Reise seht ihr hier:


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3 Kommentare zu “Wie aus einem Guss: Dubrovnik

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