Ko Chang – eine Woche relaxen

Das Baum und der Golf von Thailand

Die erste Reise des Jahres 2018 führte mich nach Thailand. Erster Stopp auf meiner 12-tägigen Reise war die Insel Ko Chang im Golf von Thailand. Da die Insel direkt an der Grenze zu Kambodscha liegt, war dies ein idealer Treffpunkt für mich und meine Freund Boris, Nils und Eddie, die schon seit Weihnachten in Kambodscha unterwegs waren.
Die Insel Ko Chang gehört zu den größten Inseln im thailändischen Golf und ist recht naturbelassen. An der Küste befinden sich einige kleine Dörfer und viele Strände.


Die Anreise

Meine Reise startet am ersten Januar-Sonntag um 10 Uhr mit der U-Bahnfahrt zum Helmut-Schmidt-Flughafen. Um 12 Uhr hob meine Turkish Airlines Richtung Istanbul ab. Nach einem drei-stündigen Stopp am Flughafen folgt der Nachtflug nach Bangkok. Leider sitze ich neben einem Deutschen, der alles in Deutschland kritisiert und insbesondere die Flüchtlingspolitik, selbst aber seit einigen Jahren in Thailand lebt, kein Wort Thai spricht und mit einer Thailänderin verheiratet ist. Aber auch diese Seite gehört zu Thailand – leider!

Dank Live-TV (es gab die beiden NFL Wild Card Games – was für eine geile Erfindung – Technik die begeistert 🙃) war der Flug recht kurzweilig, aber auch von wenig Schlaf geprägt. Was sich jedoch als Fehler herausstellt, aber dazu später mehr.


Zeitdruck in Bangkok
Nach der Ankunft in Bangkok um kurz nach 10 Uhr morgens Ortszeit hieß es Tempo machen. Ich hatte herausgefunden, dass die letzte Fähre nach Ko Chang um 19 Uhr ablegt. Also ein bisschen auf die Tube drücken, um den Minibus nach Trat um 14 Uhr zu erwischen (Abfahrt am Bangkok Bus Terminal Eastern an der Skytrain-Station Ekkamai).

Los ging es am Flughafen mit der Einreise, dann kurzer Klamottenwechsel von langer zu kurzer Hose (hurra!), noch schnell eine thailändische SIM-Karte (Tarif: Happy Tourist 599 von DATC / https://www.dtac.co.th/en/prepaid/products/tourist-sim.html / absolut empfehlenswert) besorgen und ab zum Skytrain Richtung Downtown.

Um kurz nach 13 Uhr erreiche ich die Station Ekkamai. Den 13-Uhr-Bus hatte ich leider verpasst, so kaufe ich mir kurz was zu trinken und überlege in der Nähe noch etwas zu essen. Im Flugzeug habe ich nicht so richtig viel gegessen. Dann entschied ich mich aber doch, kurz in den Busbahnhof zu gehen und zu prüfen, wann der nächste Bus nach Trat fährt. Man erklärt mir, dass jetzt ein Minibus fährt und wenn ich diesen nicht nehme, ich auch nicht mehr die Fähre um 19 Uhr nach Ko Chang erreichen würden. Aha, gut zu wissen. Also im Vollsprint zum Bus, aufm Weg noch schnell zwei Bananen gekauft und ab in den völlig überfüllten Minibus. Rucksack auf den Boden im Gang und rüber über drei Kartons in die letzte Reihe. Beine ausstrecken – Fehlanzeige, gerade sitzen – Fehlanzeige, Federung – Fehlanzeige, Klimaanlage – Fehlanzeige. Aber alles gut, der Weg war das Ziel und damit das Erreichen der letzten Fähre in den Bereich des Schaffbaren gekommen.

Nach einer endlosen Reise durch einen Mix aus Sonne und Regen waren wir eigentlich recht gut in der Zeit, bis wir um 17 Uhr, gut eine Stunde von Trat entfernt, einen Busbahnhof erreichen. Komisch nur, dass hier niemand ein- oder aussteigen möchte. Unser Busfahrer telefoniert mehrmals, bis nach gut 40 Minuten endlich zwei junge Herren auftauchen und in aller Seelenruhe die drei Pakete entgegennehmen. Euch ist schon klar, dass wir es einig haben, Jungs?! Auf eine Nacht in Trat kann ich gerne verzichten. Jetzt also noch eine Stunde bis nach Trat, dann ca. 30 bis 40 Minuten von Trat zum Fährhafen – wird mehr als eng mit der Fähre um 19 Uhr.

Gegen 18.50 erreichten wir endlich Trat. Als sich die Bustüren öffnen, rufen uns die wartenden Taxifahrer schon optionale Ziele entgegen. Beim Wort „Ko Chang“ melde ich mich hektisch und merke schnell, dass der Taxifahrer völlig entspannt ist. Nach einem kurzen Gespräch stellt sich heraus, dass die Fähre zwar laut Fahrplan um 19 Uhr ablegt, aber in der Regel erst um 19.30 Uhr losfährt. Selbstverständlich wartet man auf die Reisenden aus Bangkok. Gut, nun weiß ich das auch und bin bestens vorbereitet beim nächsten Mal. Nach einer 40 minütigen Fährfahrt erreichte ich Ko Chang, weitere 40 Minuten per Tuk-Tuk endlich das Elephant Bay Resort. Perfekt!
Meine Anreise hat 29 Stunden von Tür zu Tür gedauert und dank Live-TV im Flugzeug hatte ich nur zwei Stunden geschlafen und unterwegs nur zwei  Bananen gegessen.

Nun heißt es aber sechs Tage relaxen mit den Jungs!


Chillen am Kai Bae Beach
Nach einer Nacht im Elephant Bay Resort sind wir zum Beach Kai Bae ins Siam Bay Resort umgezogen. Das Siam Bay liegt am herrlichen Kai Bae Strand mit traumhaften Sonnenuntergängen. Viel kann ich gar nicht von der Insel berichten. Wir haben fünf Tage ein recht unflexibles Programm gehabt: ausschlafen, lecker frühstücken, schwimmen, Kokosnuss ausschlürfen, Blödsinn reden und abends lecker essen.

Sehr empfehlenswert sind am Kai Bae Beach zwei Restaurants: zum einen das Porn Bungalow Restaurant. Trotz sehr großer Speisekarte sind die Gerichte frisch, lecker und günstig. Dazu kann man abends die schönen Sonnenuntergang bestaunen.

Und unser Highlight war das Thailändisches BBQ bei Kung Kra Ta. Hier gibt es ein All-You-Can-Eat Buffet mit Holzkohlegrills auf dem Tisch. Auf dem Grill liegt eine Metallschüssel, in der die Suppe vor sich hin blubbert und oben drauf brutzelt das Fleisch oder wahlweise der Fisch. Alles ist sehr frisch, wenn man möchte kann man sogar lebende Shrimps auf den Grill werfen.  Unbedingt ausprobieren!

Nach fünf Tagen haben wir noch einen Tagesausflug zu Freunden ins The Souk Resort im Norden der Insel gemacht. Abends haben wir dort im Nong Bua Seafood Restaurant mit super frischem Fisch vom Grill – auch empfehlenswert.

Die Tage mit Sonne, Strand, Meer und frischem Essen gehen zu Ende. Auf uns wartet die Mega-City Bangkok. Großstadt-Trubel, wir kommen.

5 Kommentare zu “Ko Chang – eine Woche relaxen

    • War es wirklich.
      🏝🍻🍤☀️
      Können wir gerne wiederholen…

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