Treppen und Kacheln in Lissabon

Beste Ryanair-Flugzeiten bringen uns Donnerstagabend nach Lissabon und Sonntagabend retour. Die Stadt entzückt uns abends um 00:30 Uhr noch mit leckerer Pizza. Verkauft durch ein Fenster wie nachts an der Tankstelle. Weiter gehts es morgens zum Copenhagen Coffee Lab mit Zimtgebäck und Cappuccino. Frisch gestärkt auf in die Stadt mit ihren typischen Fassaden aus Kacheln. Kein Motiv gibt es zwei Mal. Von blau-weiß, über weiß-blau bis hinzu gelb-braun und grün. Dazu hat fast jedes Balkongeländer andere Schnörkel.

Von zahlreichen Aussichtsplattformen öffnet sich der Blick auf die Altstadt im Tal und den Tejo. Den haben wir per Fähre überquert (1,50 € je Fahrt) und drüben in Cacilhas traditionell Stockfisch vom Grill gegessen. Recht salzige Angelegenheit- eher nichts für jede Woche. Aber dafür inmitten von Portugiesen in einem ungemütlichen Restaurant mit Plastiktischdecken und Neonlicht. So sind hier alle Lokale. Aber dafür sind die Menschen stets gastfreundlich „enjoy Lisboa“ an jeder Ecke. Obrigado – werden wir.

Das Castelo São Jorge hat den besten Platz, ganz oben auf dem Hügel mit traumhaften Blick auf City und Fluss – besonders nachmittags, wenn die Sonne langsam untergeht und sich im Wasser spiegelt. Hier hat man gigantisch geherrscht. Die Anlage ist riesig und scheint uneinnehmbar für Angreifer damaliger Zeiten.

Gut zu Fuß muss man sein in Lissabon. Permanent geht es auf und ab über Kopfsteinpflaster und Treppen. Hinter jeder Ecke ein neuer Ausblick, das macht die Stadt so spannend. Und Nata-Törtchen dürfen keinesfalls fehlen. Hier kann man sogar die Produktion beobachten: Manteigaria. Ganz frisch & ganz lecker! Und das für maximal 1,00 €.

Letzter Stop: Bélem – 6 km westlich von Lissabon mit dem Hieronymuskloster und Torre de Bélem. Nachdem der Bus 727 auch nach 30 Minuten Wartezeit nicht in Sicht kam, haben wir den uber-Service (für 6,00 €) mal wieder genossen. Einfach klasse das Konzept, man braucht lediglich online zu sein.

In Bélem treffen sich nun die Reisebusse der Koreaner, Chinesen und Franzosen. Glücklicher Weise verlaufen sich die Massen. Achtung: Freier Eintritt am 1. Sonntag im Monat.

Aufwendig verzierte Bögen und Säulen begrüßen uns an jeder Ecke des Klosters. Sehr schön, sehr lohnend. Für Hungrige: Zwischenstopp am Foodtruck mit Baguette de Frango (Baguette mit Hühnchen, 1/2: 4,00 €; ganzes Baguette: 6,00 €) auf halber Strecke zum Torre de Bélem. Frisch belegt und mit Blick auf den Torre zu genießen.

Beim Bau des Turms haben sich die Portugiesen recht schlau angestellt – perfekter Blick in auf den Tejo und seine Mündung in den Atlantik. Hier kann uns kein Seefahrer überraschen. Über eine Holzbrücke gehts rüber zum Turm. Heute kann man auf See Segler beobachten. Bis nach oben haben wir es leider nicht geschafft, zu lang die Schlange, zu kurz die Zeit bis zum Rückflug.

Obrigado Lisboa für deine Gastfreundschaft und Vielfältigkeit.

Restaurant-Tipps:

  • Frangasqueira Nacional (Gegrilltes Fleisch to go, vom Feinsten)
  • Manteigaria (Nata!!!)
  • Copenhagen Coffee Lab (einkehren zum Kaffee, Chillen und Bloggen)
  • PIZZA A PEZZI (Pizza to go bis nachts um 2:00 Uhr)

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