Warum fährt man nach Nowosibirsk?

Straßenbild in Sibirien

Nowosibirsk…. Sibirien… Das hört sich nach ganz weit weg an. Logisch, dass wir uns den Stopp mit der Transsibirischen Eisenbahn in Nowosibirsk nicht entgehen lassen möchten. Der Zug bringt uns in 21 Stunden von Jekaterinburg nach Nowosibirsk.

Russische Eisenbahn

Fahrkartenkontrolle vor dem Einstieg

Sibirischer Sommer in Nowosibirsk

Nowosibirsk begrüßt uns mit einem wunderschönen, türkisfarbenen Bahnhofsgebäude. Immer wieder sind wir erstaunt, wie schön sogar die kleineren Bahnhöfe dieses Landes gestaltet sind. Auf den ersten Metern zur Straßenbahn prallt uns schon der sibirische Sommer entgegen. Wer hätte gedacht, dass es hier im Sommer wirklich so warm ist?! Irgendwie haben wir immer nur an die eisigen Winter gedacht. Doch nun sind wir Europa schon sechs Stunden voraus und auch das Kontinental-Klima macht sich bemerkbar. Ziemlich durchgeschwitzt kommen wir in der Unterkunft an.

Staubige Straßen und laute Autos

Nach einer erfrischenden Dusche machen wir uns auf in die Stadt. Die Sonne knallt und die Luft ist ziemlich staubig. Vorbei geht es an grauen, nichtssagenden Gebäuden und laut hupenden Autos. Hmmh? Wo ist Nowosibirsk denn eigentlich schön?
Wir gehen die Hauptstraße entlang auf der Suche nach einem schönen Plätzchen. Ein gemütliches Café ruft zum Einkehren und wir bestellen uns kalte Limonade. Limonaden können sie in Russland übrigens echt gut. Besonders die Mischungen Grapefruit-Lemon und Mint-Berry haben uns bislang sehr gut geschmeckt. Der erste Tag in der Stadt geht also mit Limonade trinken zu Ende. Wir wissen echt nicht, was wir hier sollen.

Graue Wohnblocks und ganz viel Frust

Am nächsten Morgen finden wir uns auf den grauen Straßen wieder. Tausende Eintagesfliegen schwirren nervig durch die Lust während wir entlang der grauen Wohnblocks einen hübschen Teil der Stadt suchen. Es muss doch irgendeinen Ort geben, an dem wir die Zeit totschlagen können, bis unser Zug in zwei Tagen fährt. Die Zug-Tickets umzubuchen kommt auch nicht in Frage, da wir das WM-Finale gerne sehen möchten und währenddessen nicht im Zug sein wollen. Also weiter ganz tapfer sein.

Auch unsere Unterkunft macht es uns nicht besonders leicht. Küche und Aufenthaltsbereich haben keine Fenster und die Luft ist zum Schneiden dick. Echt nervig. Aber auch so etwas gehört zum Reisen dazu und eines Tages werden wir darüber schmunzeln.

Was bleibt?

Der Mittelpunkt der früheren USSR. Er lag nämlich in Nowosibirsk. Die Kirche Capilla de San Nicolás, die an diesem Fleck erbaut wurde, steht heutzutage in mitten der großen Straße im lauten Verkehr.

Kirche als Mittelpunkt der USSR

Früherer Mittelpunkt der USSR – Capilla de San Nicolás

Und sonst?! Eigentlich nicht viel. Uns wird es so schnell jedenfalls nicht nochmal nach Nowosibirsk verschlagen. Die bessere Wahl wäre sicherlich gewesen, mit dem Zug von Jekaterinburg nach Irkutsk durchzufahren. Aber gut. Hinterher ist man eben immer schlauer.
Wer mit dem Zug durch Russland unterwegs ist, dem empfehlen wir als Stopps eher Kasan und Jekaterinburg, Nowosibirsk sollte man echt meiden. Sorry.


Restaurants
Für einen Kaffee- oder Lunch-Stopp bietet sich das Krep De Kofe an. Der Laden ist mit Nähmaschinen und Jeans dekoriert und lädt auch zum längeren Verweilen ein. Besonders gut hat uns allerdings der Kaffee im Akademia Café geschmeckt.


Reisevorbereitung & unterwegs vor Ort
Zur Vorbereitung auf unsere Reise und als ständiger Reisebegleiter hat sich das englischsprachige Buch Lonely Planet Russia* bewährt. Der Reiseführer ist ideal für einen schnellen Überblick über die Land und Leute, Transport-Verbindungen von A nach B und für Sightseeing-Tipps.
Für unsere Reiseplanung mit der Transsibirischen Eisenbahn von St. Petersburg nach Vladivostok (10.220 Kilometer) nutzen wir den Lonely Planet Trans-Siberian Railway Guide (Country Regional Guides)*.


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Das Video zur Reise seht ihr hier:

Ein Kommentar zu “Warum fährt man nach Nowosibirsk?

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